Video: 23h Anhalter – in den Osten

Hier ist das Video zum Streckenabschnitt Türkei/Georgien.

Viel Spass beim anschauen 😉

Meine Fahrer In diesem Streckenabschnitt: 

Halluk, Matim, Süleman, Selawe

Gastgeber auf diesem Streckenabschnitt: 

Mert/Nazim, Erkan/Iram/Inci/Halil, Zviad

Video: Europa passiert – 5000km geknackt!

Nach einer langen Wartezeit, habe ich ein neues Video fertiggestellt. Mit knapp 20min ist es das längste bisher – das liegt daran, dass ich viel Videomaterial sichten -und entscheiden musste was ich davon verarbeite. Es ist nicht mehr möglich alles zu dokumentieren…Das restliche Videomaterial ist aber vorhanden und wird mit Sicherheit irgendwann zur Verwendung kommen ;).

Und nun viel Spass mit dem Video!

 

Meine Fahrer In diesem Streckenabschnitt: 

Dani, Anna-Maria, Violetta, Marie (m), Sandujul, Angel, Kalojam, Stefan / Atanas, Alexander, Todor, Hristo, Jennifer/James/Zoe

Gastgeber auf diesem Streckenabschnitt: 

Merve, Rodica, Bojan (Gisela, Theodora, Emre), Nika / Maya, Marie / Luis, Anton & friends, Aylin, Elena

Experiment abgebrochen?

Eigentlich wollte ich in Arad die alte Festung besichtigen. Nachdem ich den Weg bis zum Eingang passiert hatte, stand ich plötzlich vor einer militärbewachten Durchfahrt. Auf Nachfrage, ob ich denn die Festung besichtigen kann, bekam ich nur die Antwort dass die Informationen im Internet alt sind, die Karte auf der die Festung als zugänglich dargestellt wird „scheisse“ – und das Gelände nun Militäreigentum ist.

Naja, war wohl nix mit Festung besichtigen…

Dafür hatte ich eine sehr amüsante Zeit bei meinen Hosts in Arad. Zwischen türkischem Essen und Einführung in den traditionellen türkischen Tanz, hatte ich einige aufschlussreiche Gespräche bzgl.  der Situation in der Türkei.

Nachdem ich Anton wieder in Timisoara bei Rodica angetroffen habe, geht es gemeinsam zu unserem nächsten Host Andrei nach Resita. Wir verweilen dort nur eine Nacht und da Anton den Weg bis Athen läuft (somit auch diese Abschnitte) startet er früh morgens um die ca. 40km entfernte Stadt „Caransebes“ im Tageslicht zu erreichen.

Für mich ist die ganze Sache etwas leichter – da eine so lange Strecke mit meinen 21 Kg auf dem Rücken nicht in Frage kommt, bewege ich mich als Anhalter weiter. Das geht in Rumänien erstaunlich gut. Auch viele Einheimische bewegen sich so von Ort zu Ort. Neuer Rekord: 5-10sek Wartezeit… ich hatte nicht einmal die Möglichkeit in die Kamera zu sprechen.

Damit war ich bereits um 9:30 Uhr in Caransebes und wartete auf Anton :D.

Der gleiche Fall trägt sich ein Tag später zu auf dem Weg zu dem südlich gelegenen Örtchen Rusca. Es wird schnell klar, dass es für mich wenig Sinn ergibt. Denn als Anhalter bewege ich mich nun mal um einiges schneller und kann andere Strecken zurücklegen.

Auch wenn ich die Zeit mit Anton vermisse, freue ich mich sehr wieder eine größere Strecke zurückzulegen.

Nebenvermerk: Das Reisen mit Anton (mehrere kleinere Stationen)ist erheblich teurer, da in den kleinen Ortschaften meistens keine Möglichkeit besteht via Couchsurfing eine Unterkunft zu finden und man eine Unterkunft bucht (vor allem wenn es regnet).

Das Experiment wird daher höchstwahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Auch die Einnahmen durch das Jonglieren sind nun gegen 0 gesunken – es ist hier wohl nicht mehr üblich dafür Geld zu geben.

Ich hätte zwar die Möglichkeit gehabt direkt aus Timisoara einen Bus bis zum schwarzen Meer zu nehmen um das Experiment abzuschließen, jedoch war mir diese Hektik das nicht wert und ich wollte ja ein wenig mit Anton weiterreisen. Letztlich will ich etwas erleben und nicht hetzen.

Wenn ich das schwarze Meer noch erreichen sollte und nicht wieder eine andere Strecke wähle, teile ich natürlich all die Ausgaben und Einnahmen auf dieser Strecke mit.

Experiment gestoppt // Experiment wäre nur theoretisch realisierbar gewesen, wenn ich einen Bus direkt an das schwarze Meer genommen hätte.

Craiova (ca. 200km entfernt) ist das nächste Ziel und ich erreiche es innerhalb 4h mit 4 verschiedenen Fahrern (Kommuniziert wird mit Hand und Fuß und natürlich dem Google Translator / iTranslate). Eine Unterkunft habe ich bereits gefunden gehabt und freue mich schon Bojan und seine Mitbewohner kennen zu lernen.


Fast eine ganze Woche verweile ich jetzt schon in Craiova und mir wird klar, dass es immer schwerer wird einen Ort zu verlassen umso länger und intensiver man mit den Menschen zu tun hat. Ehrlich gesagt wäre ich was die Stadt selbst betrifft bereits nach spätestens zwei Tagen aufgebrochen. Jedoch sind es die Bekanntschaften und Freundschaften die man anfängt zu schließen und diese bringen einen dazu länger zu bleiben (wie vorher auch schon in anderen Städten).

 

Man tauscht Erfahrungen und Lebensabschnitte aus, kocht und lacht zusammen, lernt (in diesem Fall Mazedonisch, Griechisch, Türkisch, Spanisch) neue Wörter, erfährt von der jeweiligen Kultur und beginnt zu realisieren wie unterschiedlich es in den Ländern so zugeht.

Nebenvermerkt nach 5 Ländern: „Streicht die Klischees erstmal aus den Köpfen, bis ihr in dem jeweiligen Land gewesen seid und mit Menschen vor Ort gesprochen habt“

Lange Zeit finde ich keinen Host in Bukarest, jedoch macht mir die Gastfreundschaft in Craiova es echt sehr leicht. „Du kannst bleiben solange du willst Kais“. Bojan und Theodora (eine Mitbewohnerin von Bojan) beginnen dazu Freunde in Bukarest anzuschreiben, und einer bestätigt positiv. Morgen ist es soweit und ich werde die Hauptstadt Rumäniens betreten und bin somit kurz vor meinem ersten Ziel (des verfälschten Experiments) – dem Schwarzen Meer.


 

Meine Fahrer In diesem Streckenabschnitt: 

Dani, Anna-Maria, Violetta, Marie (m), Sandujul

Gastgeber auf diesem Streckenabschnitt: 

Merve, Rodica, Bojan (Gisela, Theodora, Emre)

Video: Krakau bis Szeged im Schnelldurchlauf

Bevor Ihr dieses Video anschaut, solltet ihr den letzten Blogeintrag http://kaisontour.de/?p=450 gelesen haben, da ich aus Zeitgründen nicht mehr alle kommunikativen Aufnahmen mit reinschneide. Es ist ein Überblick von diese Strecke.

Wie Ihr anhand der Reisekarte sehen könnt, bin ich bereits in Rumänien – in Arad. Lustiger weise habe ich hier Anton aus Berlin getroffen, welcher ebenfalls in der gleichen Wohngemeinschaft übernachtet hat. Er reist von Berlin bis Athen – zu Fuß…

Er ist bereits zwei Städte weiter. Da er jedoch zu Fuß unterwegs ist, werde ich Ihn früher oder später eingeholt haben und wir werden zussamen einen Reiseabschnitt laufen. Natürlich müssen wir schauen, dass wir meinem 21Kg Rucksack aufteilen und einen Teil auf seinen „Wagen“ packen. Wie lange wir dann zusammen unterwegs sein werden ist nicht klar. Wir wollen jedoch beide nach Sofia (Bulgarien). Je nachdem wie gut das Ganze funktioniert, werde ich auch mit ihm kommen und das Experiment „bis zum Schwarzen Meer“ verändern. Mal schauen was da noch so folgt 🙂 …

Meine Fahrer In diesem Streckenabschnitt: 

Christoph, Monica, Vladislav

Gastgeber auf diesem Streckenabschnitt: 

Igor, Michalina, Jan, Branislav, Tamona/Benjamin, Merve

 

Nur wenige Stops bis zum Ziel (Experiment)

Es sind schon wieder einige Tage vergangen seit meinem letzten Eintrag…Nachdem ich In Warschau eine tolle und erlebnisreiche Zeit hatte ist mein nächstes angestrebtes Ziel Krakau. Wie so häufig dreht sich morgens alles um einen guten Spot um zu trampen. Dank Ania weiß ich aber wie ich dort hinkomme.

Ca. 1h nach Aufbruch zu der entsprechenden Stelle, stehe ich an der Straße und warte mit meinen frisch ergatterten Karton aus einem kleinen Einkaufsladen auf eine Mitfahrgelegenheit :D. Nach 30min fährt ein Lkw an mir vorbei. Der Fahrer gestikuliert wild und ich frage mich was das zu bedeuten hat, da er weiterfährt. Nach weiteren 10min wird mir klar was er mir sagen wollte, denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite fährt er wieder vorbei und mit seinem Schulterzucken verstehe ich nun „ok ich habe Pech gehabt“. Er hat wohl extra umgedreht und eine andere Route gewählt. Es dauert aber nicht lange und ich sitze bei einer Dame im Auto, die mich nach Ihrer Aussage an eine weitaus bessere Stelle ca. 5km weiter bringt. Für mich sieht das im ersten Moment nicht danach aus, denn an dieser Kreuzung fahren die Autos um die 70km/h sobald die Ampel grün ist. Der Vorteil ist jedoch, dass dieses Straßenkreuz sehr viel befahren ist. 20 min später habe ich einen direkten Lift nach Krakau dank Christoph. Direkte Mitfahrgelegenheiten zu einem Ort sind natürlich die einfachsten.

In Krakau angekommen klappt alles hervorragend. Mein Host Igor ist ein mega cooler und lässiger Typ und wie ich schnell feststelle sind wir auf einer Wellenlänge.

Die nächsten Tage sind wahnsinnig entspannt. Ich habe genug Zeit mir die Stadt anzuschauen, verbringe tolle Abende mit Ihm, seinen Freunden und seinem Zu diesem Zeitpunkt aus der Ukraine stammenden Mitbewohner Roman.

Was ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss – diese Entspannung ist von nöten, denn der nächste Trip nach Bielsko-Biala (mein letzter Stop kurz vor der Grenze nach Tschechien) wird sich als Herausforderung entpuppen. Der Abreisetag gestaltet sich in Krakau sehr zäh. Das Wetter ist ekelhaft. Es regnet immer wieder, windet ordentlich und nach 3h stehe ich immernoch in der Kälte. Ich disponiere um – ein Bus wird das Problem lösen (vorerst), denn in Bielsko-Biala erreiche ich meinen Host nicht. Ich bin ein wenig im Zugzwang…es fängt an zu dämmern und ich habe keinen Schlafplatz und sehe im ersten moment keine Möglichkeit mit dem Zelt einen Platz zu finden.

Wichtig in solchen Situationen: Ruhe bewahren!, wifi spot suchen und das Problem lösen.

Leider finde ich keine Möglichkeit bei jemandem in Bielsko-Biala zu übernachten, jedoch spiele ich mit dem Gedanken wieder ein Stück nordwärts zu fahren und evt. In Katowice einen Schlafplatz zu bekommen. Und genau so funktioniert es. Auf eine meiner 20 Anfragen antwortet Michalina recht schnell und will mir aus dieser Situation helfen (sie erwähnt jedoch auch gleich, dass sie Stress mit ihren Eltern hat und dass ich nur heimlich in der Garage unterkommen kann – das ist mir völlig gleich …Dach über dem Kopf und geschützt)

Jetzt heisst es einen Weg nach Katowice finden. Via BlaBlaCar buche ich eine Fahrt. Ich erzähle Monica meine Situation und mein Vorhaben und sie bringt mich umsonst an mein Ziel bei Katowice, nachdem Sie mit Michalina telefoniert hat und weiss wo sie genau hinfahren muss. Ich bin beeindruckt von dieser Hilfsbereitschaft!

Bei Ankunft ist 1 Uhr bereits verstrichen… (Nachts!).

Ein kurzer Austausch mit Michalina und es geht in die Garage auf die Matratze. Am nächsten Tag klopf Michalina an die Garage: „hey kais, good morning – i have tea and cookies for you“ 😀 – eine witzige Situation. Nachdem ihre Eltern außer Haus sind, nehme ich bei Ihr daheim eine Dusche und es gibt ein leckeres Frühstück dazu (Herzlichen Dank Michalina!). Dann geht es Richtung Busbahnhof von Katowice, ich möchte Brno/Brünn in Tschechien erreichen, denn hier habe ich bereits einen bestätigten Schlafplatz. Ich wähle bewusst einen Bus und greife auf mein Jonglierbudget zurück, denn der Tag vorher hatte es in sich. Alles klappt hervorragend und ich komme in Brno pünktlich an. 

Jan ist ein klasse Gastgeber und Abends wird die Stadt erkundet. Man merkt, dass er schon eine Weile dort wohnt, denn in nur 3h habe ich eine ganze Menge gesehen…Bevor es ins Bett geht, sitze ich noch mit seinem Mitbewohner in der Küche und erkläre in schneller Ausführung wie man Musik produziert, installiere ihm entsprechende Software und gehe mit ihm ein par Beispiele durch.

Der nächste Tag:

Richtiger Spot zum trampen, 10min, ab nach Bratislava…dank Vladislav viel früher als gedacht am Ziel. Bratislava hat schöne Seiten, jedoch gibt es nicht allzu viel zu erkunden (So kommt es mir nach drei Tagen zumindest vor). Dank guten Bekanntschaften ist die Zeit aber trotzdem schnell vorbei und ich befinde mich in Budapest :). Lustig ist auch, dass ich in Budapest voraussichtlich wieder auf Leute treffe, welche ich in Bratislava kennengelernt habe.

Und was auch sehr gut zu wissen ist: das Experiment sollte klappen, denn aus momentaner Sicht hätte ich genug Geld um direkt ans schwarze Meer mit dem Bus zu fahren ;).

Meine Fahrer In diesem Streckenabschnitt: 

Christoph, Monica, Vladislav 

Gastgeber auf diesem Streckenabschnitt: 

Igor, Michalina, Jan, Branislav